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Blamable Niederlage gegen den Absteiger: Niners verpassen die Play-offs erstmals seit 2021!

Braunschweig – Eine ernüchternde Vorstellung lieferten die Niners Chemnitz am Sonntag bei den Basketball Löwen Braunschweig ab, die als Absteiger gelten. Bis zum Ende des dritten Viertels wirkte das Team beinahe so, als wolle es nicht mehr richtig mitspielen. Nach der 90:104 (35:52)-Pleite verpasst der diesjährige Europe-Cup-Sieger zum ersten Mal seit der Aufstiegssaison 2020/2021 die Teilnahme an den Play-offs.

Nach einem blitzsauberen 5:0-Start verloren die Gäste schnell ihren Fokus. Braunschweig übernahm das Kommando und legte ohne größeren Widerstand einen 16:0-Lauf hin. Nach etwa fünf Minuten lagen die Niners erstmals mit zweistelligen Punkten zurück.

John Newman durchbrach mit einem Dreipunktewurf die Löwen-Serie und brachte seine Mannschaft nach neun Minuten mit einem Alley-oop auf 14:18 heran.

Die letzten Sekunden des ersten Viertels gehörten Kaza Kajami-Keane. Mit einem And-One erhöhte der Kanadier auf 22:14. Der anschließende Bonusfreiwurf markierte seinen achten Punkt in dieser Phase.

Der Spielmacher warf immer wieder vielsagende Blicke in Richtung Chemnitzer Bank. Kajami-Keane, der ehemalige Kapitän der Niners, hatte in der Hinrunde beim Team von Coach Pastore keine zentrale Rolle gespielt und war im Februar enttäuscht nach Braunschweig gewechselt.

Im zweiten Viertel blieb die Leistung der „Orange Army“ weiterhin schwach. Wieder mussten sie den Rückstand hinnehmen: Nach etwas mehr als dreieinhalb Minuten stand es 20:32. Coach Pastore nahm eine Auszeit und machte Kajami-Keane zum Thema, der scheinbar nach Belieben agieren konnte.

Die Situation verbesserte sich nicht, im Gegenteil: Der Absteiger dominierte die Niners phasenweise regelrecht. Für ein Team, das die Play-offs als Saisonziel ausgegeben hatte, war das schlichtweg enttäuschend.

Passend dazu traf Joshua Obiesie einen weiteren Dreier zum 52:37-Halbzeitstand. Yordan Minchev unternahm nicht einmal den Versuch, den Braunschweiger am Wurf zu hindern.

Kajami-Keane hatte zur Halbzeit bereits 16 Punkte erzielt (am Ende des Spiels waren es 26). Die Mannschaft von Pastore leistete sich nach 20 Minuten insgesamt zwölf Ballverluste und gab auch nach dem Seitenwechsel weiter zu viele Bälle her.

Die Löwen nutzten dies eiskalt aus: Nach nur 90 Sekunden in der zweiten Halbzeit stand es bereits 58:35. Pastore appellierte in der folgenden Auszeit an die Moral seiner Spieler: „Erfüllt eure Aufgaben! Steht an den richtigen Positionen.“

Doch daran hielt sich das Team nicht. Kajami-Keane traf weiterhin unaufhörlich, während die Niners zunehmend auseinanderfielen. Kevin Yebo verlor im Frust die Nerven und wurde in der 24. Minute wegen Meckerns mit einem disqualifizierenden Foul vom Platz gestellt. Wütend verließ er die Halle.

Als Yebo am Ende des dritten Viertels zurückkehrte, zeigte die Anzeigetafel ein klares 80:53 für Braunschweig. In den letzten Minuten nahmen die Gastgeber etwas Tempo heraus, während Chemnitz im Schlussabschnitt noch 37 Punkte erzielen konnte – ein schwacher Trost für die enttäuschten Fans der Niners.