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Niners Chemnitz erringen knappen Sieg gegen ihren Lieblingsgegner Rostock!

Rostock – Mit einem beeindruckenden Endspurt sichern sich die Niners aus Chemnitz einen Auswärtserfolg! Gegen die Rostock Seawolves, ihren Lieblingsgegner, bewahrten die Chemnitzer in der entscheidenden Phase einen kühlen Kopf und gewannen am frühen Sonntagabend mit 78:73 (33:37).

Herausragend bei den Gästen war Corey Davis, der 23 Punkte erzielte. Aber auch die beiden weiteren US-Amerikaner Eric Washington (18) und John Newmann (15) zeigten in den wichtigen Momenten starke Leistungen.

Auf Kostja Mushidi mussten die Niners verzichten. Der frisch ernannte Nationalspieler hatte sich am Mittwochabend beim Aus im EuroCup-Achtelfinale in der Schlussphase eine Wadenzerrung zugezogen. Zudem fehlte Nike Sibande, der zwar fit ist, aber aufgrund der BBL-Regel, dass maximal sechs ausländische Spieler im Kader stehen dürfen, nicht zum Einsatz kam – Chemnitz verfügt über sieben Ausländer.

Bei den Gastgebern fehlte DeAndre Lansdowne. Der ehemalige Kapitän der Niners hatte nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer zu Rostock deutliche Kritik an Trainer Rodrigo Pastore geübt.

Nach nur sechs Minuten sah sich der Niners-Coach gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen, denn Rostock hatte sich mit 16:7 abgesetzt – der höchste Vorsprung in der ersten Hälfte.

Die Niners gaben jedoch nicht auf, kämpften sich zurück und gingen Mitte des zweiten Viertels durch Kevin Yebo mit 24:22 in Führung, mussten aber erneut einen Rückstand hinnehmen.

Dank zweier erfolgreicher Dreipunktewürfe von Washington in den letzten 54 Sekunden der ersten Halbzeit blieb der Rückstand zur Pause mit 33:37 überschaubar.

„Chemnitz hat offensiv viele Möglichkeiten. Wir haben ihnen vieles gut abgenommen, müssen aber aufpassen, dass Washington nicht heiß läuft“, sagte der ehemalige Chemnitzer Dominic Lockhart nach 20 Minuten im DYN-Interview.

Auch nach dem Seitenwechsel verteidigten die Gastgeber stark, doch die Niners hielten dagegen. So entwickelte sich ein zähes Spiel mit wenigen Punkten. Nach 30 Minuten führten die Seawolves mit 55:52. Zwei Minuten vor Schluss lag Rostock knapp mit 68:67 vorn.

In der entscheidenden Phase sorgte Yordan Minchev mit einem Ballgewinn und dem anschließenden erfolgreichen Fastbreak zum 74:70 für die Vorentscheidung. Rostock zeigte in den letzten Minuten Nerven und musste sich im achten BBL-Duell gegen Chemnitz bereits zum siebten Mal geschlagen geben!