Besorgniserregende Entwicklung! Verlieren die Niners frühzeitig ihre Saisonambitionen?
Chemnitz – Stehen die Basketballer der Niners kurz davor, ihre drei gesteckten Ziele in dieser Saison aus den Händen zu geben? Bereits Mitte Oktober schieden die Chemnitzer im Pokal-Achtelfinale aus (86:89 gegen Vechta).
In der Basketball-Bundesliga zeigt die Formkurve mit drei Niederlagen hintereinander nach unten. Einen Spieltag vor Abschluss der Hinrunde belegen die Sachsen nur einen enttäuschenden elften Platz.
Am besten präsentiert sich das Team von Trainer Rodrigo Pastore (53) im ULEB EuroCup. Für das Erreichen des Achtelfinales sind allerdings noch mindestens zwei Erfolge notwendig. Am Dienstagabend empfängt die Messe Chemnitz mit JL Bourg-en-Bresse ein Spitzenteam.
Am Sonntag war der beste deutsche Klub, der FC Bayern München, zu Gast. „Sie haben uns eine Lehrstunde erteilt“, zog Pastore nach der überraschend deutlichen Niederlage von 59:87 (27:42) Bilanz.
Die Chemnitzer waren chancenlos. Schon nach elf Minuten führte der Meister von der Isar zweistellig. Der zwölfte Sieg in Folge war zu keinem Zeitpunkt gefährdet und fiel laut dem Niners-Chefcoach auch in dieser Höhe verdient aus.
„Der Gegner hat demonstriert, wie Basketball auf allerhöchstem Niveau gespielt wird. Hoffentlich hilft uns das, um wieder einen Schritt nach vorne zu machen“, unterstrich Pastore.
Ein Fortschritt ist dringend erforderlich. Seit Jahresbeginn verloren die Niners vier von fünf Pflichtspielen.
„Aktuell sind wir nicht mehr auf dem Level wie noch Ende Dezember“, gestand Pastore ein. „Die Verletzungen und Veränderungen im Kader haben unser Momentum beeinträchtigt. Wir müssen uns neu aufstellen.“
Der derzeitige Kader der Niners ist klein, die Liste der Schwächen lang, und das restliche Spielprogramm voller anspruchsvoller Herausforderungen.
„Wir erzielten keine Fastbreak-Punkte, bewegten den Ball zu wenig und schufen nicht genügend Chancen füreinander“, fasste Pastore nach der Bayern-Pleite die größten Defizite zusammen: „Wir haben Schwierigkeiten gegen Teams, die mit hoher Intensität spielen, und zeigen im Gegenzug zu wenig Einsatz in der Verteidigung.“
Gegen Bourg-en-Bresse, den Tabellenführer der Gruppe B, muss sich das verbessern. Pastore sagte: „Wir wollen aus der Niederlage gegen Bayern lernen. Wir treffen auf einen sehr starken Gegner, aber mit einem Sieg hätten wir eine große Chance, einen bedeutenden Schritt Richtung Achtelfinale zu machen.“