Niners verpassen knapp die Überraschung und müssen den nächsten Ausfall verkraften
Chemnitz – Mit einer kämpferisch starken Vorstellung verabschiedeten sich die Niners vom europäischen Parkett! Am Mittwochabend endete der erste Auftritt im ULEB EuroCup in Slowenien. Der Serienmeister Olimpija Ljubljana zeigte in der entscheidenden Phase mehr Energie und eine bessere Trefferquote, sodass er sich mit einem 73:65 (40:44) Sieg für das Viertelfinale qualifizierte.
„Wir standen kurz davor, für eine Sensation zu sorgen. Die Niederlage schmerzt sehr“, erklärte der enttäuschte Neu-Nationalspieler Kostja Mushidi (27) nach dem Aus im Achtelfinale.
Zur Halbzeit lagen die Chemnitzer zwischenzeitlich mit acht Punkten in Führung (34:26, 18. Minute). Der Knackpunkt war das dritte Viertel, in dem offensiv bei den Gästen kaum noch etwas gelang.
Trainer Rodrigo Pastores (53) Mannschaft kam in diesen zehn Minuten lediglich auf sieben Punkte. Mit einem Rückstand von 46:54 starteten sie in die Schlussphase.
Mushidi: „Wir hatten die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen, was uns leider nicht gelungen ist. Insgesamt vergaben wir zwölf Freiwürfe – das wurde in diesem knappen Spiel zum entscheidenden Nachteil.“
Amadou Sow, mit 13 Punkten bester Werfer der Niners, verkürzte mit seinem Dreipunktewurf in der 37. Minute auf zwei Zähler (63:65). Mehr war jedoch nicht drin. „Defensiv haben wir ordentlich gearbeitet, aber offensiv, besonders im dritten Viertel, war es zu wenig. Trotzdem können wir stolz sein, denn wir haben bis zur letzten Sekunde alles gegeben“, betonte Mushidi.
In der Schlussphase hatte der 27-Jährige zudem noch Pech mit einer Verletzung an der Wade, die ihn zum vorzeitigen Ausscheiden zwang. Mushidi erklärte gegenüber TAG24: „Ich hinke momentan. Die Ärzte werden sich das anschauen. Dann sehen wir, ob ich für das Spiel in Rostock fit bin.“ Am Sonntag stehen für die Niners wichtige BBL-Punkte in Rostock auf dem Spiel.
In der Basketball-Bundesliga konnte das Team von Pastore zuletzt drei von vier Partien gewinnen. Mit derzeit Platz elf liegen die Niners vier Positionen hinter Rostock. Um die direkte Play-off-Qualifikation (Rang sechs) zu erreichen, ist bei den Ostseestädtern ein Sieg Pflicht. Im Hinspiel hatten sich die Chemnitzer kurz vor Weihnachten mit 97:92 durchgesetzt.