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Personell geschwächte Niners verlieren Favoritenstatus: Kann der siebte Sieg gegen Rostock gelingen?

Chemnitz – Der direkte Vergleich zwischen den beiden Teams fällt eindeutig zugunsten der Niners aus: In der BBL trafen die Chemnitzer bisher siebenmal auf die Rostock Seawolves und konnten dabei sechsmal als Sieger vom Platz gehen.

Auch im Hinspiel, einem Offensiv-Feuerwerk kurz vor Weihnachten, setzten sich die Schützlinge von Trainer Rodrigo Pastore (53) durch, die bei diesem Spiel beeindruckende 21 Dreier versenkten. Am Ende stand ein 97:92 (52:51)-Erfolg auf der Anzeigetafel.

Am Sonntag um 16.30 Uhr kommt es zur erneuten Begegnung beider Mannschaften. Doch diesmal gehen die Niners nicht als Favoriten ins Spiel. Sie haben aktuell zwei Siege weniger als die Rostocker, die in den letzten zehn Partien siebenmal triumphieren konnten.

Hinzu kommt, dass das Team von Pastore noch die Belastungen des EuroCup-Achtelfinales in Ljubljana (65:73) spürt. Einige Akteure sind angeschlagen, ihr Einsatz ist noch ungewiss.

Seawolves-Cheftrainer Przemyslaw Frasunkiewicz (47) mahnt dennoch zur Vorsicht: „Chemnitz verfügt über eine sehr gefährliche Truppe. Im Vergleich zum Hinspiel haben sie ihren Kader an mehreren Stellen verstärkt und sind insgesamt tiefer besetzt. Mit Corey Davis und Eric Washington haben sie zwei herausragende Spielmacher, dazu einen enorm starken Frontcourt mit Kevin Yebo und Amadou Sow.“

Besonderes Augenmerk wird am Sonntag auf Routinier DeAndre Lansdowne (36) liegen. Der 36-jährige US-Amerikaner feierte vor zwei Jahren mit den Niners den Gewinn des FIBA Europe Cup.

Im letzten Sommer verließ er Chemnitz vorzeitig und wechselte zu den Rostockern, wo er öffentlich Kritik an Trainer Pastore äußerte.