2000 Niners-Anhänger feiern knappen Erfolg bei Alba Berlin
Berlin/Chemnitz – Ein unglaubliches Finale erlebten die Zuschauer am Sonntag in der Uber Arena. Mit zwei verwandelten Freiwürfen sicherte Corey Davis sechs Sekunden vor Spielende den 84:82 (52:39)-Erfolg der Niners Chemnitz gegen den zweitplatzierten Alba Berlin.
Nach den Treffern von Davis hatten die Hausherren noch den letzten Ballbesitz. Der Dreipunktewurf von Moses Wood verfehlte jedoch sein Ziel. Das Geburtstagskind – am Sonntag feierte er seinen 27. Geburtstag – verließ als tragischer Held das Spielfeld.
Am Samstag hatten sich Rostock (89:79 gegen Jena) und Oldenburg (98:95 in Trier) mit ihren Erfolgen in der Tabelle an den Niners vorbeigeschoben. Mit dem nervenaufreibenden Sieg rückte das Team von Trainer Rodrigo Pastore wieder auf den zehnten Play-In-Rang vor.
Unter den 10.000 Zuschauern in der Uber Arena befanden sich knapp 2000 Fans aus Chemnitz, die einen starken Auftakt ihrer Mannschaft miterlebten. Kevin Yebo erzielte sieben aufeinanderfolgende Punkte und brachte sein Team mit 16:7 in Führung (5.).
Amadou Sow erhöhte sieben Minuten vor Ende des ersten Viertels mit einem Korbleger auf 25:12.
Die Albatrosse kämpften sich nach ihrer Auszeit zurück ins Spiel und verringerten den Rückstand zum Ende des ersten Durchgangs auf 20:27. Doch die Sachsen hielten das Tempo und die Intensität im zweiten Viertel hoch. Mit einem Freiwurf sorgte Davis für ein erneutes 13-Punkte-Polster zum 47:34 (17.). Zur Halbzeit stand es 52:39 für Chemnitz.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung hart umkämpft. Alba wehrte sich energisch gegen die drohende Niederlage. Die Mannschaft von Pastore verteidigte konsequent und baute durch Yordan Minchev die Führung auf 57:43 (23.) aus.
Im Anschluss ließ die Konzentration der Gäste etwas nach. Jack Kayil erzielte acht Punkte in Folge, darunter zwei Dreipunktewürfe, und stellte zum 64:64-Ausgleich. Elf Minuten vor Schluss war die Partie wieder völlig offen.
Moses Wood brachte Alba mit einem Distanzwurf erstmals in Führung zum 70:68 (32.). Malte Delow folgte mit einem weiteren Dreier, sodass das Spiel zu kippen schien.
Doch die Niners bewiesen am Sonntag die nötige Kraft und Entschlossenheit, die ihnen in vielen Begegnungen dieser Saison gefehlt hatte. Am Ende jubelten Yebo – mit 18 Punkten bester Scorer – und seine Teamkameraden gemeinsam mit der „weißen Wand“.
Die Niners-Fans waren in weißen Outfits nach Berlin gereist. Die Fahrt hatte sich definitiv gelohnt!