Faustschläge, Platzverweise und Trainer-Anfälle: NBA-Partie endet im kompletten Durcheinander
Charlotte (USA) – Ursprünglich als gewöhnliches Ligaspiel zwischen den Charlotte Hornets und den Detroit Pistons angesetzt, eskalierte ein einfaches Foul im dritten Viertel zu einer der heftigsten Rudelbildungen der aktuellen NBA -Saison.
Es entwickelte sich ein intensives, körperbetontes Duell zwischen dem Spitzenreiter (Pistons) und dem Tabellenzehnten (Hornets) der Eastern Conference, das die Pistons am Ende mit 110 zu 104 für sich entschieden.
Doch die Spannung wurde von einer unschönen Situation überschattet, die sich vier Minuten nach Beginn des dritten Viertels ereignete. Während eines Angriffs der Pistons kam es zwischen den beiden Centers Jalen Duren (22, Pistons) und Moussa Diabaté (24, Hornets) zum Konflikt, nachdem Diabaté Duren beim Wurf regelwidrig gestört hatte.
Zunächst standen sich die beiden Kontrahenten mit Kopf an Kopf gegenüber, doch plötzlich fuhr Duren seinem Gegenspieler unvermittelt ins Gesicht. Dieser unerwartete Schlag führte zum Eklat. Diabaté reagierte prompt und versuchte, Duren mit einem Faustschlag ins Gesicht zu treffen. Die aufgeheizte Stimmung übertrug sich schnell auf weitere Akteure auf dem Feld, sodass binnen kürzester Zeit ein Gewühl entstand, in dem einige Spieler aufeinander losgingen, während andere versuchten, die Streithähne zu trennen.
Diese unglücklichen Ereignisse führten zu einer längeren Spielunterbrechung.
Nachdem sich die Gemüter etwas beruhigt hatten, wurden neben den beiden Hauptakteuren auch Miles Bridges (27, Hornets) und Isaiah Stewart (24, Pistons) des Platzes verwiesen.
Im Anschluss an die Partie wurde J.B. Bickerstaff (46), Trainer der Detroit Pistons, zu seiner Einschätzung des Vorfalls befragt. „Sie haben angefangen“, betonte der 46-Jährige und wies jegliche Verantwortung von seinen Spielern zurück.
„So etwas will man niemals auf dem Spielfeld sehen. Doch wenn jemand zuschlägt, ist man verpflichtet, sich zu verteidigen – und genau das ist heute Abend passiert“, fügte er hinzu.
Auf der anderen Seite entschuldigte sich Charlotte-Coach Charles Lee (41) für seinen emotionalen Ausbruch im vierten Viertel.
Nur wenige Minuten vor Spielende wurde auch Lee vom Feld verwiesen, nachdem ihn ein Spieler zurückhalten musste, um zu verhindern, dass er sich an einem Schiedsrichter vergreift.