Ultra-Läufer kämpft im Death Valley gegen die Zeit – Fans jubeln ihm zu: „Arda, du bist eine Maschine!“
USA – Er läuft unermüdlich weiter. 96 Stunden, 600 Kilometer und mehr als 5000 Höhenmeter durch eine der heißesten Gegenden der Welt. Der Extremsportler Arda Saatçi (28) gleicht einer Maschine. Den Kampf gegen Schmerzen und Erschöpfung hat er gewonnen – gegen die unerbittlich tickende Uhr musste der Berliner jedoch den Kürzeren ziehen.
Seine Herausforderung, innerhalb von vier Tagen vom berüchtigten Death Valley bis zum bekannten Santa Monica Pier in Los Angeles zu laufen, ist nun beendet.
Am Samstagabend um 20:03 Uhr deutscher Zeit war die Frist abgelaufen. Die 96 Stunden waren vorbei, doch Saatçi hatte erst etwas mehr als 450 Kilometer auf der Uhr – etwa 150 Kilometer trennten ihn noch von dem beinahe unmöglichen Ziel.
Trotzdem kann der Ultra-Läufer stolz auf seine Leistung und seine diesjährige „Cyborg Season 2026“ sein, bei der er schätzungsweise rund 60.000 Kilokalorien verbrannt hat und zwischendurch mit kurzen Powernaps gegen Erschöpfung ankämpfte.
Saatçi bewies eindrucksvoll, wozu ein gut trainierter menschlicher Körper fähig ist – vor allem aber, was mentale Stärke und der Wille, innere Grenzen zu überwinden, bewirken können.
Während des gesamten Laufs wurde er von Kameras begleitet und streamte seine extremen Strapazen live über YouTube sowie den TV-Kanal seines Sponsors RedBull.
Zehntausende Zuschauer verfolgten seinen Kampf gegen die Erschöpfung und unterstützten ihn virtuell. Die häufigste Botschaft im Live-Chat lautete: „Arda, du bist eine Maschine!“
„Die Bedingungen sind brutal, doch ich werde versuchen, meine Grenzen zu überschreiten, diese Herausforderung bestmöglich zu meistern und hoffentlich mit einem Siegerlächeln ins Ziel zu kommen“, erklärte Saatçi vor seinem Mammutlauf.
Ganz nach seinem Leitspruch „You versus You“ („Du gegen dich selbst“) legte der Berliner nach Ablauf der 96 Stunden zwar nicht sofort seine Laufschuhe nieder, sondern setzte sich erst in eine Eistonne. Anschließend lief er noch einige Minuten weiter, bevor er mit Tränen in den Augen in eines seiner Begleitfahrzeuge stieg. Doch das war noch nicht das Ende: Saatçi hat vor, die 600 Kilometer bis Los Angeles abzuschließen und im Ziel in die Arme seiner Mutter zu laufen.