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Bein bis auf den Knochen aufgeschlitzt: Schwerer Sturz überschattet EM

Tilburg (Niederlande) – Glück im Unglück hätte es sein können! Bei der Shorttrack-EM in den Niederlanden zog sich der Italiener Lorenzo Previtali (20) nach einem Zusammenprall mit einem Rivalen eine schwere Verletzung zu. Sein Trainer zeigte sich zutiefst betroffen.

Am Samstag stand Previtali, der bereits für die Olympischen Spiele im Februar nominiert ist, im Halbfinale über 1500 Meter auf dem Eis. Dabei verlor er das Gleichgewicht und kam zu Fall, wodurch der Brite Theo Collins (22) ihm nicht mehr ausweichen konnte. Beide prallten heftig gegen die Bande.

In diesem Moment schnitt Collins’ Kufe Previtalis Bein – mit gravierenden Folgen.

„Als der Brite nicht mehr ausweichen konnte und Lorenzo voll von seiner Kufe getroffen wurde, war sofort klar, dass es ernst werden könnte“, berichtete sein kanadischer Coach Kenan Gouadec (76) gegenüber der niederländischen Zeitung De Telegraaf. „Glücklicherweise erlitt Lorenzo keinen Knochenbruch, aber die Fleischwunde war tief.“

Obwohl Previtali einen schnittfesten Anzug und hochwertige Schienbeinschoner trug, schnitt die Kufe tief ins Schienbein ein: „Ich konnte mindestens einen Zentimeter tief in sein Bein hineinblicken und sah den Knochen. Sofort rief ich medizinische Hilfe, die ihn zügig nähen konnten. Die Wunde war mindestens zehn Zentimeter lang.“

Der Kanadier ergänzte: „Stürze gehören zum Sport dazu, doch solche schweren Unfälle sind selten. Lorenzo hatte Glück im Unglück – es passierte bei voller Geschwindigkeit, das hätte viel schlimmer ausgehen können.“

Zwar konnte Previtali am Finaltag der Shorttrack-EM nicht mehr starten, doch laut seinem Trainer ist seine Teilnahme an den Olympischen Spielen offenbar nicht gefährdet.

„Unter den gegebenen Umständen geht es ihm gut. Er ist kurz vor den Winterspielen zwar sehr angespannt, aber das Schlimmste ist überstanden“, erklärte der 76-Jährige.

„Nun muss er sich in den kommenden Tagen erholen und langsam wieder mit dem Training beginnen“, so Gouadec weiter. „Das Wichtigste ist, dass keine weiteren schweren Verletzungen hinzugekommen sind.“