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Großer Massensturz überschattet Giro d'Italia – Top-Athlet sorgt für erschütternde Bilder

Weliko Tarnowo (Bulgarien) – Beim Giro d’Italia kam es zu dramatischen Szenen! Die zweite Etappe der diesjährigen ersten Grand Tour wurde von einem schweren Massensturz überschattet. Zahlreiche Fahrer mussten das Rennen vorzeitig beenden, besonders ein Spitzenfahrer sorgte für schockierende Bilder, als er blutüberströmt erneut aufs Rad stieg und das Ziel erreichte.

Die Etappe von Burgas nach Weliko Tarnowo – die ersten drei Abschnitte des Rennens finden in diesem Jahr in Bulgarien statt – war etwa 22 Kilometer vor dem Ziel durch den Regen nass und glitschig.

In einer Kurve kam es dann zu dem folgenschweren Sturz: Mehrere Fahrer kollidierten heftig mit der Leitplanke, insgesamt waren über 20 Sportler betroffen.

Während an der Spitze der Deutsche Florian Stork (29) den zweiten Platz belegte, mussten am Ende der Gruppe vier Fahrer das Rennen aufgeben, ein weiterer ist für die dritte Etappe am Sonntag nicht einsatzfähig.

Besonders stark wurde das Team UAE Team Emirates-XRG getroffen: Von acht Startern waren sechs in den Sturz verwickelt. Marc Soler (32) und Jay Vine (30) mussten sogar mit dem Krankenwagen abtransportiert werden.

Der Top-Fahrer Adam Yates (33) konnte zwar wieder aufs Rad steigen, kam jedoch von Kopf bis Fuß zerkratzt und blutverschmiert ins Ziel. Mit einem Rückstand von fast 14 Minuten sind die Hoffnungen auf eine gute Gesamtplatzierung für den Tour-de-France-Dritten von 2023 bereits dahin.

Ob er angesichts seines Zustands die noch ausstehenden mehr als 3.000 Kilometer beim Giro überhaupt fahren kann, bleibt offen.

„Wir hatten bereits im Vorfeld große Bedenken, denn wir wussten, dass die nasse Fahrbahn sehr gefährlich sein würde“, erklärte UAE-Teamchef Mauro Gianetti (62) gegenüber Eurosport. Über den Zustand von Soler und Vine sei noch nichts Genaueres bekannt, er hoffe jedoch auf keine schweren Verletzungen.

„Der Giro hat gerade erst begonnen und die Situation ist für uns sehr traurig“, so der Schweizer weiter. „Ich hoffe einfach, dass niemand – auch von den anderen Teams – schwerer verletzt wurde.“

Bereits auf der ersten Etappe hatte es einen Massensturz gegeben: 600 Meter vor dem Ziel kam es zu einem Zusammenstoß, der vielen Fahrern die Chance auf einen Sprint beraubte.

Glücklicherweise verlief dieser Zwischenfall vergleichsweise glimpflich: Alle Fahrer konnten die Etappe beenden, lediglich Matteo Moschetti (29) musste aufgrund einer Gehirnerschütterung zur zweiten Etappe passen.