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Aus einem besonderen Anlass: Deutsche Olympia-Snowboarderin beendet ihre Karriere mit sofortiger Wirkung

Von Manuel Schwarz

München – Das Olympia-Rennen markiert den Abschluss ihrer sportlichen Laufbahn: Die deutsche Snowboarderin Cheyenne Loch (31) erwartet ein Kind und hat daher beschlossen, ihre aktive Karriere umgehend zu beenden.

Die 31-jährige Athletin aus Oberbayern wird an den verbleibenden Wettbewerben dieses Weltcup-Winters nicht mehr teilnehmen.

„Ich freue mich auf alles, was die Zukunft bringt“, erklärte sie in einer Pressemitteilung. „Die Entscheidung, wann ich diesen Schritt gehe, wurde mir nun abgenommen. Eigentlich hätte ich die Saison gern noch beendet, doch mein Körper gibt mir deutlich zu verstehen, dass es zu viel wäre.“

Seit 2011 ist die Sportlerin aus Schliersee im Weltcup aktiv und stand dabei neunmal auf dem Podest. Zudem nahm sie an sechs Weltmeisterschaften teil.

Bereits 2021 hatte sie ihr Karriereende angekündigt, nachdem sie zwei Kreuzbandrisse und dauerhafte Sprunggelenksverletzungen erlitten hatte und nicht mehr weitermachen wollte.

Im Jahr 2022 feierte sie jedoch ein Comeback und qualifizierte sich zuletzt erstmals für die Olympischen Spiele, bei denen sie den 15. Platz belegte. Das Parallel-Riesenslalom-Rennen in Livigno war nun ihr letztes Rennen auf internationalem Niveau.

„Das ist ein wunderbarer Anlass, um die Karriere zu beenden“, kommentierte Sportdirektor Andreas Scheid Lochs Schwangerschaft. „Cheyenne hat viele schwierige Phasen aufgrund ihrer Verletzungen durchgemacht. Ich bewundere ihren Willen und ihre Rückkehrstärke sehr.“

„Diese Widerstandskraft wird ihr sicher auch in ihrer neuen Rolle als Mutter zugutekommen.“ Da Loch bereits erste Erfahrungen als Trainerin gesammelt hat, hofft man, sie zukünftig wieder im Team von Snowboard Germany begrüßen zu dürfen.