Rodel-Star Taubitz wird mit Aperol-Leidenschaft zum Internet-Phänomen: „Jetzt bin ich ein Meme“
Altenberg – „Ich bin jetzt ein Meme“, scherzte die Rodlerin Julia Taubitz (30). Während viele Bewunderer ihre zwei Olympiasiege feiern und der Annabergerin zu ihrem verdienten Triumph in Cortina gratulieren, avanciert sie im Netz zum viralen Hit.
Besonders ihre unbeschwerte Freude über ein erfrischendes Glas Aperol nach dem Olympiasieg sorgte für Furore. Auch der Hersteller des italienischen Kultgetränks zeigte sich begeistert. Als Dankeschön soll die 30-Jährige nun mit einem Vorrat des Getränks belohnt werden.
„Ja, das stimmt“, bestätigte Julia lachend. „Im Sommer trinke ich gerne viel Aperol.“ Vermutlich landet eine 3-Liter-Flasche in ihrem geliebten Wohnmobil.
„Das hole ich Mitte März aus dem Winterschlaf. Zu Ostern geht es dann auf Tour.“ Sobald sie den Schlüssel umdreht, möchte die Sächsin auch entspannt auf die vergangene Saison zurückblicken.
Vorher stehen aber in Altenberg an diesem Wochenende wichtige Wettkämpfe an: Am Samstag (1. Lauf/12.40 Uhr) und Sonntag (2. Lauf/11.40 Uhr) gilt es, sich zu beweisen. Den Gesamtweltcup hat Taubitz zwar schon mehrfach gewonnen, doch neben dem Olympiasieg ist dies für sie der bedeutendste Titel.
Die konstanteste Athletin der Saison zu sein – mehr geht kaum. Um auch diesen Winter ganz oben zu stehen, muss am Sonntag alles stimmen.
Aktuell führt sie nur knapp mit 19 Punkten vor Teamkollegin Merle Fräbel (22), Lisa Schulte (25) liegt 51 Zähler zurück.
„Ich finde es super, dass die Saison so spannend und ausgeglichen war und man bis zum Schluss kämpfen kann“, sagte die Sächsin. „Es wäre einfach fantastisch, den Gesamtweltcup zuhause zu gewinnen.“
Wenn Taubitz das sagt, spürt man ihre Leidenschaft fürs Rodeln, die trotz zahlreicher Erfolge ungebrochen bleibt. Ein Karriereende kommt für die Olympiasiegerin daher nicht infrage.
Zumal bald die Weltmeisterschaften auf ihren Lieblingsstrecken anstehen: 2027 in Igls, 2028 am Königssee …