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Eiskunstläufer bricht nach Foto seiner Eltern in Tränen aus: Die Geschichte hinter dem emotionalen Moment

St. Louis (USA) – Bei den US-Meisterschaften im Eiskunstlauf geriet die Vorstellung des Weltmeisters Ilia Malinin (21) fast in den Hintergrund, als Maxim Naumow (24) nach seinem Kurzprogramm überwältigt von Emotionen weinte. Der 24-Jährige konnte seine Gefühle nicht länger zurückhalten, als er ein Bild seiner verstorbenen Eltern hochhielt.

Nach seinem Auftritt am Donnerstag, der ihm den vierten Rang im Kurzprogramm einbrachte, wartete Naumow gemeinsam mit seinem Trainer auf die Bewertung der Kampfrichter und hielt dabei das Foto fest umklammert.

Zu sehen war darauf der zweijährige Maxim auf Schlittschuhen, der die Hände seiner beiden Eltern hält. Naumow richtete seinen Blick gen Himmel, lehnte seinen Kopf an das Bild und konnte seine Tränen nicht verbergen.

Im Anschluss erklärte Naumow gegenüber US-Medien, dass er sich zwar bemüht habe, die Tränen zu unterdrücken, dies ihm jedoch nicht gelungen sei: „Es fällt mir wirklich schwer, meine Gefühle zu kontrollieren. Ich liebe sie und spüre, dass sie bei mir sind.“

Auch am Samstag zur Kür nahm er ein weiteres Foto mit, das dieses Mal seine Familie im heimischen Wohnzimmer zeigt – der kleine Maxim sitzt auf den Schultern seines Vaters Wadim Naumow, neben ihnen steht seine Mutter Jewgenija Schischkowa.

Die Tragödie, die Naumow derart bewegt, ereignete sich im Januar 2025: Seine Eltern kamen bei einem Flugzeugunglück nahe Washington, D.C., um Leben. Ein US-Militärhubschrauber kollidierte mit einer Maschine der American Airlines, die anschließend in den Potomac stürzte. Alle 67 Insassen kamen dabei ums Leben.

Am Sonntag folgte dann die erlösende Nachricht: Mit seinen Leistungen in St. Louis sicherte sich Naumow einen Platz im US-Team für die Olympischen Winterspiele! Dies war das letzte Thema, über das der 24-Jährige mit seinen Eltern sprach – wenige Tage vor ihrem tödlichen Unfall.

„Ohne den unglaublichen Einsatz und die Liebe meiner Eltern stünde ich heute nicht hier“, sagte der Eiskunstläufer bei einer Pressekonferenz nach seiner Nominierung.

„Es bedeutet mir alles, den Traum zu verwirklichen, den wir als Familie seit meinem ersten Mal auf dem Eis im Alter von fünf Jahren geteilt haben. Es ist für mich von unschätzbarem Wert. Ich weiß, dass sie von oben auf mich herabblicken, lächeln und stolz auf mich sind.“