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Eisbären Berlin erneut Meister: Überraschender Titel trotz schwieriger Saison

Von Maximilian Wendl Mannheim/Berlin – Mit einem überzeugenden 4:1-Erfolg gegen die Adler Mannheim sicherten sich die Berliner ihren zwölften Meistertitel in der Deutschen Eishockey Liga.

Zunächst flogen vor lauter Jubel die Handschuhe durch die Mannheimer Arena, danach klatschten und feierten die Spieler der Eisbären Berlin ausgelassen – in ihrer Mitte Trainer Serge Aubin (51), der sich Tränen der Freude aus den Augen wischte.

Das laute Pfeifkonzert der Mannheimer Fans im Heimstadion beeindruckte die Titelverteidiger keineswegs. Als Erster erhielt der verletzte Lean Bergmann (27), der im Rollstuhl saß, seine goldene Meistermedaille.

Dabei deutete zu Saisonbeginn nichts auf einen erneuten Titel hin. Zahlreiche Ausfälle durch Verletzungen bremsten die Berliner stark aus, sodass sie am Ende nur als Sechster in die Playoffs einziehen konnten.

Doch dann startete das Team eine bemerkenswerte Aufholjagd: Zunächst besiegten sie Straubing, danach Köln – und im Finale schließlich Mannheim.

"Wir haben uns in diese Serie hineingekämpft", erklärte Stürmer Frederik Tiffels (30) nach dem Spiel. Tatsächlich bewiesen die Eisbären im Finale große Nervenstärke und Effektivität. Die Tore erzielten Ty Ronning (28), Liam Kirk (26) und Marcel Noebels (34).

Ein weiterer Erfolgsgarant war der 24-jährige Torhüter Jonas Stettmer, der mit starken Paraden mehrfach den Vorsprung sicherte. Emotional wurde es bei Andreas Eder (30), der nach dem Gewinn an seinen verstorbenen Bruder dachte. „Das lässt sich mit Worten kaum beschreiben“, sagte er sichtlich bewegt.

Für Mannheim jedoch zerplatzte der Traum vom Titel erneut – trotz großer Hoffnungen auf eine Revanche. Am Ende erwiesen sich die Eisbären jedoch als die abgeklärtere Mannschaft.