Nach Sturz beim Skispringen: Schwere Diagnose für deutschen Wintersportler
Lahti (Finnland) – Eine traurige Nachricht erreicht Wendelin Thannheimer (26). Der deutsche Nordische Kombinierer stürzte am Freitag beim Skispringen im Auslauf und erlitt dabei eine ernsthafte Knieverletzung. Für den Oberstdorfer bedeutet das eine mehrmonatige Zwangspause.
Nach seinem Sprung von der Großschanze in Lahti, der ihn auf eine Weite von 128,5 Metern brachte, knickte Thannheimer im Auslauf um und blieb zunächst regungslos liegen.
Obwohl er später den Auslauf selbstständig verlassen konnte, stützte er sich dabei an der Bande ab und humpelte stark. Aufgrund der Verletzung musste er den anschließend geplanten Zehn-Kilometer-Lauf absagen. Die weiteren Untersuchungen zeigten, dass er in dieser Saison keine weiteren Wettbewerbe mehr bestreiten wird.
Die Diagnose lautet Kreuzbandriss sowie Riss des Außenmeniskus – eine Verletzung, die für den amtierenden Team-Weltmeister eine lange Pause nach sich zieht.
„Wir haben bereits mit entzündungshemmenden Maßnahmen begonnen. Voraussichtlich wird Wendelin am Montag in München operiert“, erklärte Mannschaftsarzt Lukas Pecher.
Für Thannheimer kommt die Verletzung zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, da er gerade auf dem besten Weg war, seine bislang stärkste Saison zu bestreiten.
Der Oberstdorfer liegt derzeit auf Rang zehn im Gesamtweltcup und hatte sich zuvor nie besser als elfter platziert. Im Dezember gelang ihm zudem erstmals in seiner Karriere ein alleiniger Platz auf dem Weltcup-Podest. Die Qualifikation für das auf drei Athleten beschränkte Olympia-Team der Deutschen verpasste er als viertbester deutscher Sportler nur knapp.
Beim Saisonfinale in Oslo wird das vielversprechende DSV-Talent definitiv fehlen, und ob er zum Auftakt der nächsten Saison schon wieder vollständig fit sein wird, ist ungewiss.