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Jungk hadert mit Silber in Altenberg, Kreher glücklichste Zweitplatzierte: „Es gibt ein neues Tattoo!“

Altenberg – Susanne Kreher trägt mehr als 30 Tattoos auf ihren Armen. Als die Dresdnerin am Freitag beim Heim-Weltcup in Altenberg die Silbermedaille gewann und sich damit ihren großen Traum vom Olympia-Start erfüllte, verriet sie: „Es gibt ein neues Tattoo!“

Was genau es ist, behält sie für sich. Die 27-Jährige versprach, dass es keine olympischen Ringe sein werden. Bereits jetzt schmücken Motive wie Schmetterling, Grabstein, Blume, Katze, eine Hand mit Messer sowie ein Bär auf einer Wolke ihre Arme. Vielleicht sind es ja die Freudentränen, die Kreher nach dem zweiten Lauf am Freitag im Kohlgrund vergossen hat.

„Ich konnte nicht anders, weil ich jetzt definitiv dabei bin“, gestand die Skeleton-Athletin, nachdem sie ihre dritte Olympia-Qualifikation (Top Acht) geschafft hatte. Sie war „unglaublich erleichtert“.

Dass Jacqueline Pfeifer mit einer Gesamtzeit von 1:54,42 Minuten und einem Bahnrekord im zweiten Lauf (57,06 Sekunden) den Sieg holte, störte Kreher kaum. Sie war die glücklichste Zweite.

Ganz anders fühlte sich ihr Vereinskamerad vom Dresdner SC, Axel Jungk. Er erreichte zeitgleich mit Matt Weston (Großbritannien) und dem Oberhofer Christopher Grotheer ebenfalls den zweiten Rang. Das Trio lag nur 18 Hundertstel hinter dem britischen Sieger Marcus Wyatt.

„Es ist eine schöne Ausgangslage, doch ich bin mit dem zweiten Platz höchst unzufrieden“, erklärte Jungk. „Das war keine gute Leistung von mir.“ Ein kleiner Fehler im oberen Streckenabschnitt kostete den 33-Jährigen im ersten Lauf wertvolle Zeit, und im zweiten Durchgang stürzte er beinahe am Start. „Hätte ich fehlerfrei gefahren, wäre der Sieg möglich gewesen.“

Das Positive im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Cortina in wenigen Wochen: Der DSC verfügt nun über zwei Medaillenkandidaten. Für Kreher wäre das „eine tolle Zugabe“, während Jungk als Olympia-Zweiter von 2022 fest entschlossen ist, diesmal das Podium zu erreichen. Altenberg bewies: Weltcup-Gesamtsieger Weston ist schlagbar.

„Wir wussten, dass wir näher dran sind. Das stärkt unser Selbstvertrauen, und in Cortina werden wir das auch umsetzen“, so Axel Jungk. „Wir wissen nicht, welche Karten die anderen noch ausspielen können – und sie kennen nicht unsere Stärken. Es wird ein Kampf um die beste Ausrüstung.“