Nach einem 600-Kilometer-Lauf: Arda Saatçi kehrt zurück in seine Heimatstadt
Von Wilhelm Pischke
Berlin – Der Berliner Läufer Arda Saatçi (28) wurde durch seinen mehr als 600 Kilometer langen Lauf quer durch die USA zu einem wahren Phänomen. Nun wird er in seiner Heimat mit großer Spannung erwartet.
Obwohl er sein Ziel von 96 Stunden nicht erreichte, beendete Saatçi den Lauf erfolgreich und wurde dabei von Hunderttausenden Menschen via Livestream verfolgt. Am Freitag um 18.30 Uhr soll der Sportler laut Angaben seines Managements am Flughafen BER in Berlin eintreffen. Dort wird mit einem großen Empfang gerechnet.
Viele Menschen feiern die Leistung des Berliners als Quelle der Inspiration. Innerhalb von etwa 123 Stunden bewältigte er die Strecke trotz erheblicher Schlaflosigkeit und starker Schmerzen. Kurz vor dem Ziel lief er sogar teilweise mit beeindruckenden sechs Minuten pro Kilometer.
Seine durchschnittliche Geschwindigkeit lag letztlich bei mehr als zwölf Minuten pro Kilometer. Auf dem Weg unterstützten ihn immer wieder Fans, die ihm Mut zusprachen, einige begleiteten ihn sogar während des Laufs.
In einem Instagram-Post kündigte Saatçi an, seine Herausforderung im Badwater Basin im kalifornischen Death Valley zu starten. Nach Ablauf der 96 Stunden am Samstag, in denen er rund 458 Kilometer zurückgelegt hatte, zeigte er sich zwar enttäuscht, blieb jedoch entschlossen. Beim Gehen erklärte er, die Strecke auf jeden Fall zu beenden, egal wie.
Am Ziel wartete seine Mutter auf ihn, erzählte er. Er habe ihr versprochen, am Muttertag zusammen ein Eis zu essen. „Dieses Versprechen werde ich einhalten.“ Laut Livestream war die Strecke aufgrund von Umwegen letztlich 604,5 Kilometer lang.
Am Ende hielt Saatçi sein Muttertagsversprechen, hielt eine kurze, erschöpfte Rede und gönnte sich anschließend nach dem Lauf und einigen kurzen Pausen eine ausgedehnte Erholung.