Nach 606 Kilometern durch das Tal des Todes: Extremsportler Arda Saatçi erreicht unter Tränen sein Ziel
Los Angeles (USA) – Es ist geschafft: Nach genau 123 Stunden, 21 Minuten und 10 Sekunden endet die "Cyborg Season 2026" des Berliner Extremsportlers Arda Saatçi (28) am legendären Santa Monica Pier in Kalifornien. Mit diesem Triumph hat der Ultraläufer eindrucksvoll bewiesen, dass er sein Ziel selbst unter extremsten Bedingungen und ungeachtet aller Hindernisse erreicht – koste es, was es wolle.
606 Kilometer – diese immense Strecke hat der selbsternannte Cyborg in den vergangenen fünf Tagen zurückgelegt, und das bei Bedingungen, unter denen gewöhnliche Menschen schon nach wenigen Metern hätten aufgeben müssen.
Seine Reise begann im Badwater Basin – dem heißesten und tiefstgelegenen Punkt der Vereinigten Staaten. Dort sah sich der Extremsportler nicht nur mit einer enormen Distanz, Temperaturen von über 35 Grad Celsius und mehr als 5800 Höhenmetern konfrontiert, sondern auch mit der gnadenlosen Zeit, die unaufhaltsam gegen ihn arbeitete.
Ardas Ziel war es ursprünglich, täglich 150 Kilometer zu absolvieren und somit in 96 Stunden das Ziel zu erreichen. Doch schnell wurde klar, dass die Wüste unerbittlich ist – und das ambitionierte Vorhaben in weite Ferne rückte.
Nach Ablauf der 96 Stunden hatte Arda erst 458 Kilometer hinter sich gebracht. Tief bewegt wandte er sich unter Tränen an seine Millionen von Fans und bat um Verständnis. Doch statt einfach aufzugeben und den leichteren Weg im Auto zu wählen, kämpfte er weiter. Denn er wollte ein Versprechen einhalten: Er hatte seiner Mutter versprochen, am Muttertag – also an diesem Sonntag – gemeinsam in Los Angeles ein Eis zu genießen, ganz gleich, was passiert.
Angetrieben von diesem starken Willen setzte Arda seinen harten Weg fort – Kilometer um Kilometer näherte er sich unermüdlich der Küste.
Dass ein derartiger Wettkampf in den sozialen Netzwerken für große Aufmerksamkeit sorgt, war zu erwarten. Doch der enorme Zuspruch und die überwältigende positive Resonanz überstiegen alle Erwartungen. Insgesamt verfolgten am Ende seiner wüstenhaften Odyssee mehr als 2,2 Millionen Menschen aus aller Welt die Anstrengungen des Berliners auf verschiedenen Plattformen.
Seit Beginn seiner Karriere verfolgt Arda das Ziel, die „einflussreichste Persönlichkeit im Bereich Sport“ zu werden – mit der „Cyborg Season 2026“ scheint er diesem Traum einen großen Schritt nähergekommen zu sein.
Nur wenige Athleten weltweit demonstrieren so eindrucksvoll wie Arda, welche Kraft mentale Stärke entfalten kann und wie hart man gegen den inneren Schweinehund ankämpfen muss, um ihn zu besiegen. Deshalb lautet sein Lebensmotto auch „You versus You“ („Du gegen dich selbst“), nach dem der 28-Jährige sein Handeln ausrichtet.
Als Arda schließlich die Stadtgrenzen der Millionenmetropole an der Westküste erreichte, empfing ihn eine Polizeieskorte, die sämtliche Straßen und Kreuzungen sperrte, damit er ungestört die letzten „paar“ Kilometer durch die Stadt laufen konnte.
Unter tosendem Applaus, Jubelrufen und motivierenden Worten von hunderten Menschen, die eigens für ihn an die Strecke gekommen waren, erreichte der Cyborg nach etwas mehr als fünf Tagen sein Ziel.
Die erste Person, die ihn dort begrüßte, war natürlich seine Mutter. In diesem Moment schien die Last, die in den vergangenen Tagen auf Ardas Schultern ruhte, von ihm abzufallen. Die Emotionen überwältigten beide – Tränen der Erleichterung und Freude flossen ungehindert.
Und wie es so schön heißt: „Versprochen ist versprochen“. Deshalb stand am Ziel ein kleiner Eiswagen bereit, an dem Arda sein Versprechen einlösen konnte, um gemeinsam mit seiner Mutter bei strahlendem Sonnenschein in Los Angeles ein Eis am Muttertag zu genießen.