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Rückhalt für den FSV: Enochs und Rangers-Coach Röhl kommentieren Niederlage im Pokal

Zwickau/Aue-Bad Schlema – „Ich denke, das ist für alle eine große Erleichterung, nachdem wir so lange durch schwierige Zeiten gegangen sind“, brachte Chefcoach Khvicha Shubitidze (51) wohl die Gefühle aller Aue-Anhänger nach dem Erfolg im Sachsenpokal auf den Punkt. Die Veilchen beenden die Saison versöhnlich und sind im kommenden Jahr im DFB-Pokal vertreten.

Die Rufe „Shubitidze“ machten deutlich, wem der größte Anteil am Pokalerfolg zugeschrieben wird. „Das haben sich die Jungs wirklich verdient, ich selbst bin erst seit zwei Wochen an Bord“, zeigte sich der 51-Jährige bescheiden. Dennoch hat er im Schacht das Licht wieder eingeschaltet und noch das Beste aus der Situation herausgeholt.

„Das war insgesamt ein sehr gelungener Tag – für uns und den ganzen Verein“, erklärte Torjäger Marcel Bär (33). Er hatte Aue mit einem Doppelpack gegen Chemnitz ins Finale geschossen und sicherte mit seinem Kopfball zum 2:0 in der Nachspielzeit den Sieg, nachdem Jamilu Collins (31.) mit einem gekonnten Lupfer die Weichen schon früh gestellt hatte. Im Gästeblock brachen daraufhin alle Dämme.

Während die rund 1300 Veilchen-Fans ausgelassen feierten, hielt sich Bär mit dem Jubeln zurück.

„Ich werde keine Sektkorken knallen lassen, weil am Ende der Saison leider der Abstieg aus dem Profifußball für einen Traditionsverein wie uns steht. Das lässt sich nicht einfach ausbügeln, aber zumindest können wir etwas zurückgeben, denn es ging um enorm viel – auch in finanzieller Hinsicht“, betonte der 33-Jährige.

Eine ganz andere Stimmung herrschte bei FSV Zwickau, dem künftigen Ligakonkurrenten. Dort konnte man nur vor Anpfiff jubeln: eine Konfetti-Choreographie und eine motivierende Ansprache des aktuell verletzten Max Somnitz (22), dessen Vertragsverlängerung um zwei Jahre plus Option bei Aufstieg verkündet wurde. Das Ganze fand unter den Augen von Glasgow-Rangers-Trainer Danny Röhl (37) und Osnabrücks Sportdirektor Joe Enochs (54) statt.

Nach Spielende folgte die emotionale Verabschiedung von Vereinsikone Marc-Philipp Zimmermann (36) sowie von Jonas Dittrich (22) und Lukas Eixler (22). Der Stürmer steht unter anderem im Fokus von Vitesse Arnheim, das sich mit dem Top-Torjäger beschäftigen soll.

„Das schätze ich sehr an Zwickau! Ich habe immer alles für den Verein gegeben – auch heute habe ich noch versucht, neuen Schwung reinzubringen. Unterm Strich muss man aber anerkennen, dass der Sieg für Aue ein klein wenig verdient war“, zeigte sich Zimmermann als fairer Verlierer.