Aufstieg und Klassenerhalt genügen nicht: Trainer der Zweiten Liga nach drei Jahren verabschiedet
Bielefeld – Die gesamte Spielzeit über vertraute Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld auf Coach Mitch Kniat (40). Am letzten Spieltag sicherte sich das Team mit einem beeindruckenden 6:1-Erfolg gegen Hertha BSC den Verbleib in der Liga. Dennoch endet die Zusammenarbeit mit dem 40-jährigen Trainer nach drei Jahren nun.
Die Arminia verkündete die Entscheidung am Samstagmorgen. Neben dem Chefcoach müssen auch seine Assistenten Dani Jara (37) und Janik Steringer (28) den Klub verlassen.
„Nach mehreren Gesprächen und einer gemeinsamen Bewertung haben wir uns über die nächsten Entwicklungsschritte ausgetauscht und festgestellt, dass unsere Vorstellungen für die Zukunft nicht mehr übereinstimmen“, erklärte Sportgeschäftsführer Michael Mutzel (46).
„Daher sind wir einvernehmlich zum Schluss gekommen, die erfolgreiche Saison mit dem Klassenerhalt als Schlusspunkt der Zusammenarbeit zu setzen“, ergänzte er, bedankte sich bei den drei Trainern und wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute.
Kniat war im Sommer 2023 nach dem doppelte Abstieg in der 3. Liga bei den Bielefeldern eingestiegen. Trotz einer herausfordernden Saison führte er die Ostwestfalen im zweiten Jahr nicht nur ins Pokalfinale, sondern holte auch den Meistertitel der 3. Liga und erreichte damit den Aufstieg in die Zweite Bundesliga, in der der Klassenerhalt vor kurzem endgültig gesichert wurde.
In den letzten Tagen hatten sich die Anzeichen einer Trennung verstärkt, nachdem Mutzel öffentlich keine klare Unterstützung für Kniat gezeigt hatte.
Trotzdem betonten beide Parteien, dass die Trennung einvernehmlich und im freundschaftlichen Einvernehmen erfolge.
„Es ist großartig, welche Erfolge wir gemeinsam erzielen konnten“, sagte Kniat zum Abschied. „Mit Blick auf die zukünftige Ausrichtung und Prioritäten haben wir festgestellt, dass unsere Schnittmengen kleiner geworden sind und eine Neuausrichtung für beide Seiten der richtige Weg ist.“
Seinem ehemaligen Verein wünschte er aus der Ferne alles Gute: „Wer mich kennt, weiß, dass ich dem Klub und dem fußballbegeisterten Umfeld nur das Beste wünsche. Ich bin überzeugt, dass sich unsere Wege im Fußball wieder kreuzen werden.“
Wer Kniat beim Trainingsstart am 27. Juni als Nachfolger übernimmt, ist bislang noch offen.